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Wie ich einmal neben Hendryk M. Broder frühstückte

Zum Glück versteht er kein französisch. Sonst hätte er mit meinen rumänischen und ungarischen Kollegen, die wie ich an einem Seminar zur Literaturkritik im europäischem Journalismus in München teilnahmen, seinen Senf zu meiner kleinen Traumdeutung dazu geben können. Und sicherlich hätte er meine Vision vom Schriftsteller Leon de Winter der im Stringtanga und mit Pfauenfeder im Arsch auf der Gaza-Mauer herumtanzt, während er elegant den Gummihühnern ausweicht mit denen wütende linke anti-zionistische Antisemiten ihn bewerfen, gerne kommentiert. Anti-Zionistisches Arschloch, oder ähnlich wäre seine – sicherlich eher analfixierte – Diagnose gewesen.

Aber Hendryk M. Broder versteht kein französisch. Dafür beherrscht er aber die Kunst auf sich aufmerksam zu machen. Nun mal ehrlich: Wer läuft denn schon im Pyjama durch den Speisesaal seines Hotels, wenn er nicht unter einem Aufmerksamkeitsdefizit leidet? Da braucht man schon gar nicht mehr lauthals das Boulevardblatt zu kommentieren und doch tut er es. “Diesmal waren es keine Muslime”, schnauft er über das Ableben eines 50-jährigen Münchners dessen Zivilcourage ihm vor ein paar Tagen das Leben gekostet hat – beim Versuch einen Streit unter jungen Menschen zu richten und diese ihn erschlugen. Als ob es schade wäre, dass ein paar deutsche, drogensüchtige Jugendliche diese Gewalttat vollbracht hätten und keine bösen radikale Muslime. Hier offenbart sich nebenbei die Denkweise Broders und fast der gesamten Presse: Als vor fast zwei Jahren, zwei Jugendliche in München ebenfalls einen alten Mann zusammenschlugen, reichte es den Medien zu wissen, dass diese Ausländer waren. Offensichtlich ist es so, dass deutsche Jugendliche Drogen im Blut haben müssen, damit man ihnen eine solche Tat zutraut. Bei den Ausländern reicht ihr unreines Blut völlig aus. Broder denkt, wie viele andere in schwarz und weiss. Ungleich vielen anderen, ist er ein geachteter Intellektueller der – wie er es selber lauthals durch den Saal verkündet – auch mal bei Kerner Gast sein kann, um in gediegener TV-Runde von sich, sich und vielleicht ein bisschen der Welt da draussen zu schwafeln.

Aber… was hab ich eigentlich gegen diesen Typen? Ausser seines antipathischen Benehmens, das ihn der internationalen proto-faschistischen Kleingärtnerriege näher bringt als dem Olymp der Intellektuellen, ist es vielleicht auch seine politische Meinung die mich intrigiert, sowie die polemische Art wie er sie unter die Menschen bringt. Polemisch heisst hier soviel wie: Entweder du bist für mich oder du bist ein Antisemit.

In seiner Einleitung zum Leseabend mit Leon de Winter (der am Vorabend im Literaturhaus München stattfand) – nachzulesen auf welt.de, wo er sie als Rezension verkauft – geht Broder mal wieder seiner Lieblingsbeschäftigung nach: Intellektuelle in die Pfanne hauen, die – anscheinend – Israels Existenzrecht deligitimieren. Dabei geht es diesmal um die Kollegen Henning Mankell und Jostein von Gaarder, die es wagten den israelischen Staat zu attackieren und zu kritisieren, ohne jemals zu verlangen dass man den Staat von der Landkarte tilgen sollte. Nun, Herr Broder meint dazu “Es gibt weder von Mankell noch von Gaarder eine ähnliche Stellungnahme, in der sie das Existenzrecht eines Staates für verwirkt erklären, mit dessen Politik sie nicht einverstanden sind. Weder zu Iran, noch zu Sudan, nicht zum Kongo, nicht zu Weißrussland. Israel allein genießt das Privileg, sie so in Rage zu bringen, dass sie dem Land die Anerkennung entziehen”. Hat er Mankell oder Gaarder denn gefragt, ob sie mit Iran, Sudan oder Kongo einverstanden sind? Wohl kaum, denn kein Intellektueller der westlichen Hemisphäre der etwas auf sich hält, würde diese Staaten verteidigen oder rechtfertigen, dies käme ohnehin einem künstlerischem Selbstmord gleich. Für Broder ist dieses billige Argument aber immer noch teuer genug, um seine Gegner als Terror- und Diktaturfans abzustempeln und sich die Krone des Gerechten aufzusetzen.

Es gibt noch viel mehr solcher Beispiele im Text, die immer wieder eines unter Beweis stellen: Broder ist ein Meister der Rhetorik, doch er kann nicht richtig argumentieren. Irgendwas stimmt nie in seinen Sätzen, sie klingen merkwürdig hohl und mir ist bei ihrer Lektüre immer wieder unwohl. Habe ich mich jetzt selbst als Antisemit entlarvt? Kann ich mich jetzt nicht mehr im Spiegel ansehen, weil mir über Nacht ein Hitlerbärtchen gewachsen ist? Oder ist Broder ein Extremist, jemand der jeder Diskussion einen Riegel vorschiebt indem er sich auf irgendwelche anscheinend unumrückbare Zustände beruft?

Ich plädiere – verständlicherweise, denn dies hier ist immer noch mein Blog – für die zweite Variante und verweise nun kurz auf meine Position zum Nahostkonflikt:

- Israel hat das Recht zu existieren und niemand Israel dieses Recht absprechen.

- Israel hat – wie alle anderen Länder auch – das Recht und die Pflicht sein Territorium und seine Bürger zu verteidigen.

- Israel hat aber auch das Recht und die Pflicht mit seinen Gegnern und Nachbarn zu verhandeln, bevor es Truppen schickt.

- Israel muss den Palästinensern erlauben einen eigenen und souveränen Staat zu führen und Israel muss fähig sein in Frieden mit seinen Nachbarn zu leben.

Und genau bei den letzten zwei Punkten liegt das Problem: In der Unverhältnismässigkeit mit der Israel auf palästinensische Attacken reagiert. Sicher, es ist kein Kavaliersdelikt mit Raketen auf Zivilisten zu schiessen, aber deshalb einen Krieg zu führen dessen Bodycount mit 13 Toten zu über 1.400 auf der anderen Seite steht und dies immer noch als verhältnismässig zu sehen, sowie keine Widerrede zu akzeptieren wenn es um die Interpretation des Gaza-Krieges von 2009 geht, das übersteigt meine Vorstellungskraft. So verhält sich kein Staat, dem es um Rechtmässigkeit geht, so verhält sich auch kein Staat der lange in die Zukunft überlegt – denn sonst wüsste er, dass solche Gewalt genug Leid entstehen lässt um Generationen von hassvollen Terroristen anzuziehen. Es ist, als ob sich dieser Staat seine Probleme selbst züchtet: Denn der Weg den Israel – und auch die Hamas – geht, ist einer der es darauf absieht, dass am Ende nur eine Partei übrig bleibt. Und dies kann niemand, nicht einmal Broder himself, wirklich wollen. Denn der Konflikt kann nur zu Ende gehen, wenn beide Seiten mehr als einen Schritt zurück treten und die Menschen leben lassen, ohne dass sie sich wegen der einen oder anderen Religion die Köpfe zu Brei schlagen.

Ich war mal – im Gymnasium – ein grosser Fan der israelischen Armee. Wie sie es immer wieder fertig brachten, auch in den beschissensten und verzweifeltesten Momenten mit ihren Gegnern fertig zu werden, begeistert mich noch teilweise heute – insofern ich mich überhaupt für Mord und Totschlag begeistern kann. Die Geburt des Zionismus aus der Literatur der Pogrome, zumal die Werke eines Hayim Nahman Bialik oder Isaak Babel oder die Erzählungen der Singer-Brüder, gehören für mich zweifelsohne zu den bedeutendsten Werken ihrer Zeit. Und trotzdem kann ich Interventionen wie den letzten Gaza-Krieg, also die Operation Cast Lead – dessen Name übrigens einem Gedichts Bialiks entnommen ist – nicht gutheissen. Es gibt keinen Grund mit solcher Härte gegen Zivilisten vorzugehen und es gibt auch keinen Grund Kritiker dieser Politik mit der viel umstrittenen “Moralkeule Auschwitz” zu erschlagen. Denn das Problem ebendieser Keule ist es, dass sie jegliche Diskussion unmöglich macht. Wer damit geschlagen wird, hält augenblicklich den Mund, denn der Holokaust ist in seiner Grausamkeit einzigartig. Nur, wird es seinen Opfern gerecht, wenn in ihrem Namen Kritikern das Maul gestopft wird? Zumal die meisten Kritiker ja nicht einmal dran denken den Holokaust zu negieren oder auch nur zu relativieren – sondern lediglich sich das Recht herausnehmen einen Staat, der unverhältnissmässig reagiert und seinem Nachbarvolk langsam aber sicher das Wasser abgräbt, so dass dieser in ständiger Angst und Prekarität leben muss, zu kritisieren.

Ich jedenfalls, nehme mir das Recht zu sagen was ich denke: Herr Broder, sie sind, mit Verlaub, ein Arschloch. Und ihre Argumentationen fallen höchstens bei Islamisten und jüdischen Extremisten auf fruchtbaren Boden. Menschen mit Gehirn und Eiern, können bei ihnen nur noch mit dem Kopf schütteln. Und das Schlimmste daran ist: Sie tun nicht mal Israel einen Gefallen…



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Auf der PopUp in Leipzig mit Obi und Gunnar

Ich weiss, ich weiss… dieser kleine Report war schon lange (über)fällig, aber die Vorwahlzeit, die lauen Sommernachmittage und Ähnliches haben mich bisher davon abgehalten, ausführlich über unseren diesjährigen Besuch bei der PopUp-Messe in Leipzig zu berichten.

Aber erst mal zu den Erklärungen: Die PopUp-Messe ist nicht die PopKomm und auch nicht die Midem, da dort nicht die großen Haie aus dem Musikbetrieb champagnersaufend und koksend über ihren eigenen Untergang schwafeln und Piraten jagen wollen – im Gegenteil, hier wird dem Bier gefrönt, die Laune ist gut und die Vertreter der kleinen Labels, Vertriebe, ja sogar Vinylpressen und alternative Modedesigner versuchen gut gelaunt über die aktuelle Lage – die immer irgendwie beschissen ist – zu beraten. Wir, also die Vertretung von Noiseworks-Records, waren die einzigen Luxemburger auf der Messe… aber da es bei uns ja auch keine Majors gibt, soll das nicht verwundern. But who the fuck is Noiseworks? Am besten lassen wir Karsten sprechen, den Gründer des Labels der es vor einigen Jahren an einen Luxemburger verschachert hat: ” Als ich das letzte Mal hier war – im Leipziger Volkspalast, einem 1913 gebauten Gebäude aus Beton, was damals als Pionierleistung galt – also 1983, da stand der Erich Honecker da vorne auf dem Balkon und hat den realen Sozialismus beschwört – um ihn herum standen lauter junge Männer in teuren schwarzen Lederjacken, die waren natürlich von der Stasi. Sicher gab es damals schon Rock und Punkmusik in der DDR, aber die Repression war noch zu hart. Erst gegen Ende des Regimes hatte man nichts mehr zu befürchten und so habe ich anfang 1989 Noiseworks in Karl-Marx-Stadt (heute wieder Chemnitz) gegründet, ohne zu ahnen, dass es eh bald vorbei sein wird mit dem Arbeiter- und Bauernstaat. Ich hab das dann 15 Jahre lang gemacht – Bands aus Ostdeutschland, Tschechien und anderen Ländern produziert – und dann bin ich Obi in Luxemburg begegnet und man kam ins Geschäft…” – Seitdem ist Noiseworks eigentlich ein luxemburgisches Label mit dem viele Bands aus der Szene kooperieren. Soviel zum Verständnis, nun zum Bericht.

Das dreiköpfige Team um Label(über)vater Obi trifft sich am Donnerstag morgen in Luxemburg, um festzustellen, dass das Auto das uns nach Leipzig bringen sollte kaputt ist. Mit einem Leihwagen aus Trier ist man – freie Fahrt hin oder her – gut 6 bis 7 Stunden on the road nach Leipzig – es empfiehlt sich hier bei der letzten Raststätte vor Leipzig, in Schorba halt zu machen. Wer noch einen richtigen Thüringer essen will, der darf es hier auch laut bestellen. Die Raststätte ist Kult und kommt ganz ohne Fastfoodkette oder Benzinpumpen aus… die Leute stehen trotzdem Schlange…und alles hat schon einen Hauch von Ostdeutschland.

In Leipzig angekommen gehen Obi, Gunnar und ich erst mal einen heben… auch um Gunnar mal aus seinem Loch zu locken, denn er ist schon ein komischer Kauz: Parasit und Vikinger zugleich, lebt er in einer dunklen Höhle irgendwo in den ewig verschneiten und noch ewiger dunklen Wälder Norwegens, hört Blackmetal, vögelt Jungfrauen zu Tode und trinkt überteuerten russischen Vodka. Er tritt normalerweise nur zum Vorschein wenn sein Gastkörper Marc dem Alkohol in rauen Mengen zuspricht – nur dann ist der Weg frei für den Berserker, dann übernimmt Gunnar die Kontrolle und die Welt erschauert – The Horror, the horror. Ansonsten ist Marc ein ganz netter Typ. Einige Drinks später in einem Club namens Nato, versucht man sich auf eine der Showcases zu einigen die hier wie Champignons aus dem Boden spriessen. Man entscheidet sich für die UT-Connewitz, ein ehemaliges Lichtspielhaus das nun ein Kulturzentrum ist. Angesagt waren The Scanners und The Legends. Während es sich bei ersteren um die 100.000ste female-fronted Garage-Indie-irgendwie-alternative-Band handelte, die zwar nicht besonders originell daherkam, trotzdem aber ehrliche Musik machte, waren die Legenden so ziemlich die mieseste Band die ich seit Jahren zu sehen und zu hören bekam. Auch die letzte luxemburgische Schülerband besässe nicht die Frechheit so vor Publikum aufzutreten. Der zweite Gitarrist starrte immer wieder ein Notenblatt auf dem Boden an, die blonde Backgroundsängerin brachte keinen Ton heraus und der Leadsänger… nun ja, er könnte mal in einem Spot gegen den Gebrauch von Koks mitmachen, als schlechtes Beispiel. Nachdem die Truppe bereits zum dritten Mal versucht hatte ein Lied fertig zu bringen, reichte es uns völlig. “More Music, Less Cocaine!!”, schrie ich noch mal um klar zu machen, dass wir nicht gingen weil wir die Musik nicht verstehen würden. Wir hatten sehr wohl verstanden. Den Rest des Abends verbrachten wir in diversen Kneipen, bis Gunnar uns sein brachiales, norwegisches Schlaflied sang, das uns dazu bewegte unser Hotel aufzusuchen.

Tag zwei begann für mich wie die meisten Freitage und Samstage und Sonntage seit ich 15 bin: mit unsäglichen Kopfschmerzen. Da Marc und Obi den ganzen Abend vorher über ihre PopUp-Workshops geklagt hatten, nahm ich an den Tag für mich in Anspruch nehmen zu können, um Leipzig zu erkunden. Doch weit gefehlt: Kaum hatte ich mich mit einem riesigen O-Saft, viel Wasser und noch mehr Kaffee auf einem Liegestuhl einer netten Terrasse unter den Bäumen der Karl-Liebknecht-Allee zur Ruhe gesetzt, tauchten die beiden wieder auf. Die Workshops waren anscheinend ziemlich unspannend gewesen – dieselbe Leier wie jedes Jahr, BigBusiness ist Scheisse, es lebe das Filesharing und die alternativen Geschäftsmodelle (die aber leider nicht zum Überleben reichen), und für den Rest; man kennt sich eben schon – also gehen wir über zur Lagebesprechung, die mit zwei oder gar drei Pitcher voll belgischem Kirschenbier uns viel besser bekommt. Auf der Terrasse weht ein lauer Wind, vor der Nato die auf der gegenüberliegenden Straßenseite liegt, steigen die ersten hippen Musiker aus ihrem abgefuckten Tourbus und schauen um sich als ob jedermann Ihnen jetzt gleich einen blasen würde. Gunnar streckt kurz die Nase raus, als wir uns entschliessen dann doch noch zum Volkspalast zu fahren um den Stand anzumelden. Nach einigen unfreiwilligen Visiten der Leipziger Vororte, kommen wir endlich beim Gelände an. Nur noch an ein paar Bauruinen vorbei, zwischen denen ein Billigdiscounter steht, der irgendwie nicht hierhin passt, die staubige Strasse hinauf, im Hintergrund das Völkerschlachtdenkmal, und schon steht man vor dem runden Bau des Volkspalastes. Wenn es hier nicht so wunderschön kaputt aussähe, könnte einem das Völkische glatt auf die Nerven gehen.

Nach dem Formalitätencheck, Standvergabe und Rundgang durch die Räumlichkeiten – das Interieur besteht oben aus nacktem Beton, unten sieht es eher aus wie in einem Puff der ein bisschen auf Asien machen will, die Plastikbuddhas lassen grüssen, (Das läge aber an den vielen Ü-30-Parties die hier geschmissen werden, erklärte man uns) machen wir uns auf den Heimweg, was zünftiges Essen und ab zu Ilse’s Erika, einem netten Bunker-Club in dem wir schon bei unserer letzten Visite auf bemerkenswerte Art abgestürzt waren. Leider war das einzig Prickelnde, dass eine hübsche junge Frau mit langem schwarzem Haar, sich mir näherte, mir aber statt einem Lächeln die Zigarette aus dem Maul riss und irgendwas von :” Hier ist Nichtraucher!!” grummelte…ansonsten ging man eher früh zu Bette, da morgen die Messe anfing. Mit der Seriosität einer Gruppe Handelsreisender fielen wir in unsere Kissen. Und standen wirklich am Tag darauf um zehn vor unserem aufgebauten Messestand, bereit, die ersten Biere unseres nationalen Biersponsors (unser einziger Sponsor auf dieser Messe übrigens…) zu killen. Der ganze Tag verlief dann wie in Trance…

Eine Messe ist wie jeder Ort an dem sich untereinander unbekannte Menschen sich treffen und wissen, dass es unter sich Gemeinsamkeiten gibt: Es fängt an mit Beschnüffeln, Blickkontakte aufnehmen und unmerksam versuchen doch etwas Aufmerksamkeit zu erregen. Durch ein bisschen genaueres Beobachten hat man schnell raus wer der durchtrainierte, professionnelle Kontaktmann ist, dem man beigebracht hat jedem den er begegnet das Gefühl zu vermitteln er wäre sein bester Freund, und die, die das nicht auf die Reihe kriegen. Die zweite Spezies ist von Natur aus sympathischer aber nicht immer die Interessanteste. Grosser Trend auf dieser Messe war übrigens das Vinyl – vom Presswerk, über zwei nette alte Herren die einem zeigten wie man auch zu Hause Schallplatten brennt und das auch sofort demonstrierten, bis hin zur Podiumsdiskussion – das schwarze, runde Gold liegt im Kommen. Anscheinend ist es doch eher die CD die verschwinden wird, und die Menschen werden in Zukunft zwischen MP3 und Vinyl umspringen. Warum nicht? Auf unserem Stand hatten wir was von “Free Music From Burkina Faso” stehen – was auf die ziemlich bescheuerten Wahlkampfsprüche des deutschen Finanzministers anspielen sollte, uns aber eher belächelnde, bis verachtende Blicke von humorlosen, politisch engagierten Deutschen einbringt. Sei’s drum, nach einem geschenkten Bier lockerte sich so manche Zunge auf und man kam ins Gespräch, tauschte sich aus und verschenkte die neueste Compilation von Noiseworks auf denen eine Auswahl luxemburgischer Bands zu hören ist und ja, auch das Grossherzogtum hat für die meisten Messebesucher noch einen Hauch von Exotik. Zudem war unser Gabentisch nicht heillos überfüllt und wir konnten einigermassen hinter all den feilgenbotenen Bands stehen… auch wenn wir uns ab Nachmittag eher setzen mussten und die Rückfahrt sich mit hastig wieder in den Wagen geworfenem Stand etwas chaotischer gestaltete als angenommen. Das Nachher erwies sich als noch extremer, zumal Gunnar jetzt schon bei Tageslicht hervortrat und wir zu dritt vandalisierend durch die Stadt zogen und Europawahlplakate in Mitleidenschaft zogen. Da wir uns für den Abend nicht einigen konnten welches Konzert wir wo uns anschauen würden, hatten wir die meisten schon verpasst als wir wieder bei Ilse einkehrten. Es spielte zwar ein anscheinend angesagter Electronic-Künstler, aber ausser ein paar Leuten die auf dem Boden sassen und sich darauf anstrengten konzentriert auszusehen, war nicht viel los… jedenfalls kam es mir so vor… der Rest des Abends verschwimmt in Fetzen, ein Café und Ärger, ein paar linke Skinheads und ein Parkhausgatter das nicht mehr aufwollte, Gunnars verrückte Schreie und ein freier Fall von ebendiesem Parkhausgatter, ein Bett wie ein Cover von Cannibal Corpse und eine Rückkehr voller Schmerzen…

Aber wir kommen wieder!!!



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Quelques pensées sur le fait de discuter et internet …

Depuis que j’ai un blog, je me demande de temps en temps ce qu’est l’internet au juste…

Question idiote, vous pensez? Oui, surtout pour quelqu’un qui se dit bloggeur. Pourtant, il existe sur le net plusieurs théories et pas toutes sont d’avis que la sacro-sainte toile soit le moyen idéal pour communiquer, pour que les peuples se rapprochent enfin et que – qui sait – le net soit la solution à tous nos problèmes… bon, faut dire aussi que celles et ceux qui croient en des panacées à tous les problèmes sont légèrement crédules…

D’autant plus, qu’il existe bel et bien des théoriciens qui mettent en cause l’idée que le net rapprocherait les gens. Par exemple: Dominique Wolton qui raconte dans son ouvrage “L’autre mondialisation” comment l’internet esseule ses usagers et surtout comment son rapport à l’autre ne s’en trouve pas amélioré. Tout au contraire, que l’autre – en tant que personne, société, institution, bref tout ce qui n’est pas associable au moi – soit consultable maintenant sur l’ordinateur familial quelque part dans un coin du salon, ne change rien aux préjugés qu’on a à son égard. Pire encore, leur omniprésence risque de faire croître les malentendus…

Il n’y a qu’à lire les “discussions” interminables dans les forums et se poser la question: “Est-ce que ces gens-là discutent vraiment?” – Dans la majorité des cas, la réponse est non… et pour cause, car beaucoup trop de personnes usent ces forums pour insulter la société, pour se donner de l’importance …  mais aussi pour construire leur égo, ce qui est naturel, en fin de compte. Tout compte fait, la discussion – véritable, celle où les interlocuteurs se donnent la peine de prendre en cause les arguments de l’autre et de revoir leurs positions si la raison de l’autre les force – est quasiment introuvable sur le net… même si les plateformes de communcation sont le dernier boom du web 2.0, et que le “user generated content” promet de beaux profits aux entreprises qui ne devront plus trop se soucier de leurs contenus avec des milliards de users fin prêts à leur livrer leurs données personnelles…

Avant de condamner l’internet comme source de tous les maux et de demander son interdiction, ce qui serait un réfèxe tout à fait sarkozyste, regardons un peu le monde réel.

Combien communiquons-nous vraiment dans notre quotidien? En commandant les croissants matinaux, vous échangez peut-être quelques formules de politesse avec votre boulanger, en meeting avec vos collègues de travail vous parlez boulot c’est tout, en actualisant votre compte facebook vous communiquez juste sur vos soirées passées et futures et puis en rentrant le soir, il peut vous arriver de vous sentir seul – même si quelqu’un vous attend…C’est que l’homme est un animal curieux, qui ne communique que par des schémas complexes. L’important, c’est d’avoir des gens avec qui on peut communiquer sans ambages, sans préjugés, sans trop de haine ou d’amour qui bouffent les sens et d’avoir quelque chose à leur dire…et encore: pour parler à ceux qu’on aime vraiment, il faut maîtriser une certaine délicatesse qu’on n’acquiert que par l’expérience – pénible, mais nécessaire – de l’échec…

Retenons donc, que la communication sous sa forme la plus agréable et profitable ne subsiste que très péniblement aussi bien dans le monde virtuel que dans la réalité.

Finalement, internet et société se ressemblent au lieu de s’opposer ou d’interagir, et on peut même les rapprocher sur un point essentiel: leur organisation interne. Il suffit de considérer juste la théorie que Gilles Deleuze et Félix Guattari énoncèrent dans l’introduction du second tome de “Capitalisme et Schizophrénie” nommé “Mille Plateaux” , celle du Rhizome. On m’excusera les simplifications à outrance mais, pour le dire simplement, la théorie du rhizome – appliquée à notre société – dit que l’idée d’une société arborescente, donc, organisée en hiérarchies pyramidales est fausse. Selon, Deleuze et Guattari, l’organisation sociétale correspondrait plutôt à l’image du rhizome – qui n’est rien d’autre que le corps invisible du champignon qui tisse ses liens sous terre, comme une toile. Ce que nous connaissons du champignon et ce que nous bouffons, n’est que son organe sexuel, soit dit en passant… Il faut se l’imaginer comme suit: même si mon chef est théoriquement mon supérieur, je peux avoir avec lui des liens qui fonctionnent dans le sens inverse – que ce soit parce que je détiens des expériences et des informations dont il a besoin ou que je saute sa femme, etc… En tout cas la réalité sociale, la réalité vécue dépasse de loin les schémas selon lesquels elle est supposée s’organiser.

Le mot toile, marqué en gras devrait avoir fait résonner quelques sonnettes d’alarme et montrer accessoirement où je voulais en venir à la fin: tirer une parallèle entre le monde réel et virtuel – plus précisément entre leurs modes d’organisation. Lorsque les chercheurs américains étaient chargés par leur Etat d’élaborer un “réseau distribué fonctionnant par commutation de paquets” ils imaginaient d’abord une figure centralisée, comprenant un point central et beaucoup de points adjacents – voyant que cela ne fonctionnait pas, ils pensèrent qu’un schéma décentralisé ferait l’affaire. Finalement, c’est le système distributif qui a été retenu pour être le plus performant. Ce système a – vous le devinez – la forme d’une toile. L’étude faite par un certain Paul Baran en 1964 (les soviets venaient juste d’envoyer le Spoutnik au-dessus des têtes de millions d’américains qui se chiaient dessus) est consultable ici, les schémas que je viens de mentionner se trouvent à la page 16 du document pdf. Et c’est ainsi qu’est né ce que nous appelons communément internet.

Juste pour insinuer finalement qu’internet et société se correspondent, non pas seulement en ce qui concerne les contenus et les modes de communication, mais aussi en ce qui concerne leur organisation interne. Internet n’est rien d’autre que le miroir exact de notre société avec tous ses politiciens, égomanes, amoureux et pédophiles. Internet ne peut pas rendre la société meilleure, mais si la société prend le soin de regarder dans son miroir, elle pourra peut-être voir ses conneries et changer…
bon, là je rêve….



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Granzeg Bands zu Lëtzebuerg

Lo…lo huet et erëm béis gekuckt… oder waar et Enttäuschung, di sech an deem Bléck  ze erkennen gin huet? Ze verstoen waer et jo: do gett een sech t’Méi op Tour ze goen, Daach an Nuet an enger Camionette oder op versifften Matratzen ze pennen, mais doofir awer all Owes on stage di pur Délicen vum Rock’n'Roll ze erliewen – daat ass e bessen wi eng evangelikalesch Gospelmass, juste dass et owes ass, a vun Gott manner riets ass wi vu sengem angeblechen fréieren Angestellten an gefaalenen Engel… an dann kennt een op Lëtzebuerg.

Di normal Haltung vun engem Lëtzebuerger op engem Concert ennerscheed sech vun engem Tétraplégique nemmen doduerch dass de Concertgänger meeschtens net am Rollstull setzt, an heiansdo och nach schwätzen kann… soss ass t’Kapphaltung ähnlech kromm an no virgebeugt, an di Bewegungen di vun Zait zu Zait duerch sai Kierper ginn, mudden éischter spastesch un…

Ech weess net, mais ech schummen mech all Kéiers, a verstoppen mech gaeren an der läschter Réi wann ech sou Saachen gesinn… putain, di Léit sin komm vir Party mat aerch ze maachen an net vir vun enger Riege vun fréi  verbooptenen Staatsbeamten an Konsorten analyséiert ze ginn!! All Kéiers, wann ech da sou an der läschter Réi stinn, ertappen ech mech da selwer derbai: de Kapp bewegt sech Richtung Buedem, an duerch mai Kierper geet di eng oder aaner Kéier eng spastesch Zuckung, di duerch Zoufall och op den Takt passt… kuerz gesoot et ass och nach ustiechend…Ergo: Lëtzebuerg ass eng Gesellschaft vun Verklemmtenen di sech alleguerten géigensaiteg behenneren…

An dann, wann ee sech nom Concert bei aaneren Lait opreegt iwwert daat bescheuert Publikum, kritt een meeschtens daat hei ze héieren:

-Ma du hues jo Recht, mais ech hu mech och net getraut mech ze bewegen, bei deenen Lait do…Maach wi t’Lait, etc… daat bescheuerst Sprachwuert ever (ech mengen souguer dass een mat sou enger Moral och kann e KZ bedréiwen)…schengt wuel méi déif als Stachel an eisem kollektiven Fleesch ze setzen wi een mengt…Realsatire léisst gréissen…Op all aaneren Concert am Ausland, mat deenen selweschten Bands, do geet et oof, do wackelt t’Buud do kréien di Museker den Enthousiasmus zereck deen se an t’Publikum schecken, do fennt en Austausch statt… an hei gett nemmen dommm geglotzt, a gemeckert wann eppes net stëmmt oder schon erëm keng Parkplaatz virum Exit ass

A wann een angesichts dessen bedenkt dass et tatsächlech Lait ginn di allen Eeschtens verlaangen, dass sech Auslänner un eis upassen sollen, da kann een nëmmen soen: Ma hutt der se nach all ??? – Maer hun ze léieren, maer hun emol aus eiser Carcasse auszebriechen an ze kucken wi et béi eisen Noperen oofgeet… um Concert, wi och iwwerall aanescht, tjö!!!



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Commies and freedom of Press

The  Luxembourgian version of the communist party – the KPL – has definitely shown that their idea of freedom of press is rather close to their brotherparty in North Korea…

uh, yes, you can also read the response, by scrolling down to the comment-section…



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Sometimes loneliness can be pretty absurd

yessum (stolen from here and thanks to this guy)

This poster is no fucking joke by the way – it was part of the american propaganda during WWII urging american citizens to spare fuel… maybe one should reconsider this today ;)



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Schwëmm

Di schwaarz Spann ass di éischt di rem a mengem Gedächtnis eropspréngt… emmer rëm… an de kaalen Duschen am Keller vun der Schwëmm…di fett schwoarz Spann, mat hieren sechs Been an hierem hoeregen Kierper… emmer rëm… ass se opgedaucht aus dem Ooffloss, huet hier Ronn gedréint an ass rem an hiert kaal, fiicht Lach oofgedaucht…emmer rëm…dann den Turnproff, dee léiwer bei de Meedercher waar wi bei eis jongen. Eis aleng gelooss huet, mech aleng gelooss huet tëscht all de fléienden Peitschen aus naassen Handdicher, den schnellen Hänn di un de Boxen zéien, etc… mais am Fong, woar et besser sou, wi mat deem Drecksaak aleng… Uewen waar et och net vill besser, t’Fensteren waaren freckt, Dieren vun de Kabinnen morsch an hier Wänn duerchlächert gin mat all méiglechen Utensilien a beschriwwen matt Saachen di ech deemols nëmmen eroden konnt. Iwwert allem e Geroch vun Schweess, Seef, Nylon, dreckegen Kalzongen a Sperma…

Ech waar definitv scho laang net mi an der Schwëmm zu Esch…

De realsozialisteschen Charme ass fort, mais t’Personal ass nach emmer eemol sou flapseg wi t’aanert…postmodern Architektur hin oder hier… lo kritt een en digitalen Badge, fier sai Schaaf op ze maachen… sou erklärt mer et mool den Tippchen deen mengt ech soll net mat mengen Schung iwwert den dreckegen Buedem treppelen… t’Schwëmm ass aanescht, un den neien Hygiènestandard muss ech mech nach gewinnen…soit…

Eischt Ronn am kaalen Waasser: enger Linn no ze schwammen ass net evident…ech spieren fett Kierperen, di lautlos laanscht mech gleiten, wi e Rudel Pottwalen…Hier Hait si fetteg a seideg, hier Neel schaarf…

Ronn 7: do ass en, dee Geschmaach deen di ganz Kandheet rëm oprifft wi en fucking Computerprogramm: Chlor an der Maul, an der Nues, op de Schlaimhéit…et pickt, mais et deet gutt… de Proust haat seng blöd Madeleine, dee leiten huet de Chlor aus der Escher Schwëmm… winnstens deen ass nach bliwwen… ech froen mech wou di blöd Spann da lo ass, op se se mat abétonéiert hunn am Keller, op se nach ëmmer do ennen waart, vlait ass se jo och an der Rent oder der LSAP beigetratt a si plangt di nei Brillplaatz…

Lo kann ee jo och dobaussen eremschwammen… do erenneren ech mech, dass ech awer schon eng kéier hei waar…fënnef Joer muss daat hier Sinn an net aleng…und es war Sommer… ech haat Liebeskummer, an waar wahrschéinlech méi op di kleng Titten konzentréiert, di ech ni mools mi sollt upaaken wi op de Rescht… Gesiiter konnt ech deemols wi haut vergiessen, den éiwegen Virdeel vun den Kuerzsichtegen: ech dinn main Brëll aus an daer sidd allegeurten glaich, juste Gesiiter aus Brai, Eenheetsbrai… ech muss do wahrscheinlech Salzgehalt am Waasser slightly an t’Luucht gedriwwen hun…alles verdrängt… a schnell rem eran… nach e puer Ronnen um Reck..obwuel et jo sollten Längten sinn…rout Rechtecker um Plafong maachen daat ganzt zu enger Aart Tetris, wou ech muss tëscht de Bléck duerch…nodenken an antauchen, net op de blöden RTL lauschteren deen iwwerall widder t’Plättercher schaalt… nodenken, ooftauchen…

Lo huet Esch eng Rutschbaan an der Schwëmm, fréier haaten mer eng fett Spann…iwwerhaapt huet sech vill geännert an der Oarbeschterstad ouni Oarbeschter, an der Minettemetropol ouni Zentrum, an deem Dreckslach ouni Enn matt all sengen huelen Fassaden, sengen kleng a Grousskriminellen, sengen akaaften Flicen, sengen Schrei di keen héieren wollt, sengen Paraden di keen blechen kann, sengen Doudegen di keen éieren wollt, sengen Sëffer, sengen Dealer, segen Rëffbuden iwwert Kaffien an chineseschen Restoen, wou vergiesse Lait sech verstoppen, sengen Bieren, Giesen a Jugoen, sengem Blutt um Goarer Buedem, sengen Kanner di den Daach drop rëm do spillen… deemols woaren se all arem Séi, lo well keen mi eng sinn… deemols hun Buergermeeschteren ausgesinn wi Blechdousen haut gesait Si aus wi se heescht…deemols woar net alles besser an haut ass nach laang net alles gutt… ech mengen ech sin awer eng verbrueten aal Sau…

Eraus hei…

Nach eng Ronn am Park gedréint, mool vu baussen gekuckt…t’Holz vun der Fassad gett lues a lues gro, merci ArcelorMittal… haat nët geduecht datt di Zigrett lo giff schmaachen… gewinnt een sech un alles… hannendrun ass och nach e resto… an do setzen se: t’solariumsgebräunten Hausfraaen-Liedertäschen-Kraizungen di eng Carpaccio-Orgie féieren… gett wuel naischt mam Béierchen…

…ech mengen ech sin awer eng verbrueten jonk Sau…



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Tricontinentale

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Soooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo
oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo
ooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo
oooooooooooooooooooooooooooooooooooooo
oooooooooooooooooooooooooooooooooooo
oooooooooooooooooooooooooooooooooo
ooooooooooooooooooooooooooooooo
ooooooooooooooooooooooooooo
ooooooooooooooooooooooo
oooooooooooooooooo
oooooooooooooo
oooooooooo
ooooo
oo
o

will you

let me?

cut

yerheadofffirst?

i’ll cut mine

soon afterwards….

they’ll put them both into

glass jars
upon shelves
and we’ll keep quiet for

years

one day (after diverse color changes)…..they’ll make medications out of it
or
if
they’re more the mechanical type o’society they’ll get screwdrivers…….and fix our heads onto

ROBOT BODIES

and send us out to save the WORLD
or
just
to
distribute
flyers in shopping malls
telling people to wake
up
at
last
past is present’s future tense…..*****************

******************II*********************


sooooooooooooooooo

i’ve seen

i see

i will see

YOU SOMETIMES

in the little-orange-red-penis-like-i’m-online-lamp gloaming out when i’m tunin’ in

(c’mon u know what i’m talkin bout….)

and i’m a lamb lost
in pixar desert
this isn’t
my SPACE
it’s your
virtual
skeleton
simple
but
nice
hey!

III


i’d rather not like to be

that

geek wanker’s

guardian angel

on da train he’s watching teenagegirlsfightingabouttheirboyfriends(didyousendhimansms?-no-whatdidhesay?-whati’vetoldyoubefore……..)

he stands up
takes his

NICO MAGAZINE

down
to
the
toilet

(________this is private stuff even in poetry________)

anyway the door was closed i couldn’t see
but i guess
he wakes up @ night
dreaming about
paper kids
born from his sperm
in train toilets

so yea……………..why not a paper child crusade??
legions
of them
swarming out to destroy ALL EVIL
making it GOOD and EVIL
AGAIN
AND AGAIN

fuck it

it’s not
about circles
or spirals
nail them down with 9 inch nails

the world is
a
curl
shining
because
someone
put
mayonaise
on it………………………………………………finito da capo?
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POETRY
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The hunchback in the eye of the hurricane

the hunchback in the eye of the hurricane

at 12:43 precise
the bugs
finally
found their way to their new prey
clinging from that bridge
some of them got
sick
by looking down the rope
tied
around
your neck

you were
swinging
with the wind
while
hanging from that bridge

they never saw you there
you’re the hunchback
in the eye of the hurricane

invisible
no
stench
no sound
no nothing

at 13:12 precise
the first bug
drowned
in a sperm drip
from your last
erection
they still can’t see you
hanging there
you’re too
symbolic
too
evident
too easy
too
groce
you’re the hunchback
in the eye of the hurricane
still:

invisible
no
stench
no sound
no nothing

at 14:35 precise
i followed the
bugtrail
with my biiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiig knife
it took me some time
to find the rope
(sorry for the carvings btw)
as i finally cut you loose
there was a little sound
a “plop”
coming up
down from the valley
i knew
the bugs wouldn’t mind
they’re more comfortable down there
even they get phobic
from time to time

and it’s better to have no hunchbacks swinging over your bridges

(02/07/08 … dictated by insomnia)



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